EMISSIONSARMES UND SICHERES HOLZFEUERN

14. Oktober 2015

Schadstoffe minimieren durch richtiges Feuermachen

Die Tage werden wieder kürzer und kälter. Da macht ein wohliges Kaminfeuer triste Herbst- und Winterstunden doch gleich viel erträglicher. Allerdings ist das heitere Lodern in der Stube nicht ganz ungefährlich. Der unsachgemässe Betrieb von Holzfeuerungen kann erheblich hohe Feinstaubemissionen verursachen. Durch richtiges Anfeuern und die Verwendung von naturbelassenem Holz lassen sich Schadstoffe auf ein Minimum reduzieren. Mit dem Feuer spielt man nicht Feinstaub ist ein Teil des Schwebestaubs. Diese Staubpartikel mit einer Grösse von weniger als 10 Mikrometer (PM10) entstehen u.a. bei Verbrennungsprozessen, durch Abrieb von Bremsbelägen und Reifen, Aufwirbelung oder Bodenbearbeitung. Bei der Holzverbrennung besteht der Feinstaub vorwiegend aus Russ, Teer sowie salzhaltigen Partikeln. Russ und Teer bilden sich beim unvollständigen Verbrennen von Holz und sind stark gesundheitsschädigend. Salze hingegen werden auch bei vollständigem Abbrand emittiert, sind aber weit weniger schädlich. Bei der missbräuchlichen Verbrennung von Restholz, Altholz oder Abfällen in Holzfeuerungen sowie offenen Feuern entstehen zudem Schwermetalle, Dioxine und andere Schadstoffe. Diese sind besonders giftig und deshalb unbedingt zu vermeiden.

Worauf Sie achten müssen

Neuste Erkenntnisse belegen, dass auch ältere Holzheizkessel, Öfen und Cheminées die Immissionsgrenzwerte problemlos einhalten können. Entscheidend dabei sind die richtige Anfeuerungstechnik, der korrekte Umgang mit den verschiedenen Holzbrennstoffsortimenten sowie die sachgerechte Entsorgung von Holzresten und Aschen. Es darf nur naturbelassenes Holz verwendet werden. Wer Restholz, Altholz, Abfälle oder andere Stoffe verbrennt, handelt nicht nur widerrechtlich, sondern beschädigt die Heizung, emittiert unzulässig grosse Schadstoffmengen und beeinträchtigt damit die Gesundheit von Mensch und Tier. Für einen schrittweisen und sauberen Abbrand sollte das Feuer von oben nach unten brennen. Dies führt dazu, dass die Freisetzung von Gasen gebremst wird und dadurch das Holz gleichmässiger und ruhiger verbrennt. Wichtig ist auch eine gute Sauerstoffzufuhr. Die Brennkammer sollte deshalb nicht zu stark gefüllt sein und die Luftklappen nicht zu früh geschlossen werden. Sichtbarer schwarzer Rauch ist ein Zeichen für zu hohe Emissionen und darf bei korrektem Betrieb höchstens während kurzer Zeit beim Anfeuern auftreten. Wenn Sie diese Anweisungen befolgen, steht dem gemütlichen Feuer nichts im Wege und Sie können die wohlige Wärme unbeschwert geniessen.

Richtig anfeuern in der Praxis

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Quelle: Amt für Umweltschutz des Kantons Zug, CH-6301 Zug

> Weitere Informationen: www.holzenergie.ch

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